Bloggen, filmen, schreiben
Crossmediale Volontärsausbildung an der Akademie für Publizistik
Hamburg, 02. Februar 2010. Seit Anfang Januar bildet die Akademie für Publizistik als eine der ersten Ausbildungsinstitutionen ihre Volontäre crossmedial aus. Die ersten Print-Volontäre haben jetzt ihren multimedial angelegten, vierwöchigen Kompaktkurs abgeschlossen. Von Anfang an lernt der journalistische Nachwuchs aus den Bereichen Print, Online, Radio und TV, für verschiedene Medien zu produzieren. Die Volontäre schreiben Headlines, Teaser und Nachrichten für Zeitung und Website, drehen und schneiden Filme, fotografieren und erstellen Podcasts. Jeder Teilnehmer arbeitet an einem multimediafähigen Arbeitsplatz mit dem neuen iMac. „Journalisten müssen in der Lage sein, Themen für mehrere Medien aufzubereiten. Eine fundierte Ausbildung ermöglicht, dass sie angstfrei und sicher mit Technik umgehen“, sagt Annette Hillebrand, Leiterin der Akademie. Zu einer guten Vorbereitung gehört weiterhin das journalistische Handwerkszeug. Bewährte Kursinhalte wie Recherche, Schreiben von Nachrichten, Reportagen und Kommentaren, Redigieren, Interview und Presserecht bleiben bestehen.
Crossmedial lernen vom ersten Tag an
In der Akademie für Publizistik arbeiten die Volontäre vom ersten Tag an multimedial. Jeder Volontärskurs pflegt einen eigenen Blog, der am Ende der vier Wochen die Vielfalt der Darstellungsformen im Netz widerspiegelt. Unter dem Motto „Szenenwechsel – Hamburg macht sich chic“ erstellten die Volontäre im Januar zum Beispiel ein multimediales Dossier zur Gentrifizierung in Hamburg. Für jedes Thema des vierwöchigen Kurses lädt die Akademie Dozenten aus der Praxis ein. Die Qualität der Lehre garantieren die fest angestellten Seminarleiterinnen und -leiter, die die Praktiker mit didaktischem Know-how unterstützen.
Berufschancen verbessern
Mit dem neuen Angebot reagiert die Akademie auf aktuelle Veränderungen in den Redaktionen. Die Vielfalt der Medienangebote und die Arbeit in Newsrooms verlangen von Journalisten neue Qualifikationen. Das hat Konsequenzen für die journalistische Ausbildung. „Unsere Volontäre steigen in einen Beruf ein, der sich gerade neu erfindet“, sagt Hillebrand. Eine crossmediale Ausbildung macht die Volontäre deutlich flexibler und verbessert ihre späteren Berufschancen. „Ich hatte die Chance, in der Akademie mit neuen Formaten zu arbeiten und habe dabei gute Ideen für unsere Kulturredaktion und das Jugendmagazin entwickelt“, sagt Kai Lachmann, Volontär bei der Ostsee-Zeitung in Rostock. „Nach dem crossmedialen Volontärskurs fühle ich mich vorbereitet auf alles, was kommen mag.“

