Akademie für Publizistik: Neuer Vorstand

Medienwissenschaftlerin Barbara Thomaß übernimmt Vorsitz – Rüdiger Ditz (Spiegel Online), Hans Werner Kilz (Süddeutsche Zeitung) und Claudia Spiewak (NDR Hörfunk) neu im Vorstand

 
Hamburg, 16. November 2009.Am Donnerstag wurde Barbara Thomaß, Professorin am Institut für Medienwissenschaft der Ruhr-Universität Bochum, zur neuen Vorstandsvorsitzenden der Akademie für Publizistik gewählt. Stellvertretender Vorsitzender bleibt Günther Jesumann, Pressesprecher der Provinzial Versicherungen. Neu im Vorstand sind Rüdiger Ditz, Chefredakteur von Spiegel Online, Hans Werner Kilz, Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, und Claudia Spiewak, Chefredakteurin des NDR Hörfunks. Axel Filip, der den Bereich Personal des Heinrich-Bauer-Verlags leitet, sowie Claus Strunz, Chefredakteur des Hamburger Abendblatts, wurden in ihren Ämtern als Vorstandsmitglieder bestätigt. „Mit einer Wissenschaftlerin und renommierten Praktikern aus dem Journalismus im Vorstand bestätigen wir unseren Anspruch, qualitätsorientierte Aus- und Weiterbildung für die Praxis zu bieten“, sagt Annette Hillebrand, Leiterin der Akademie. Eine Neuwahl des Führungsgremiums war notwendig geworden, nachdem im Juni der bisherige Vorsitzende, Rainer M. Cabanis, verstorben war. Barbara Thomaß hatte den Vorstandsvorsitz anschließend bereits kommissarisch übernommen.

Erfahrungen aus Journalismus, Weiterbildung und Wissenschaft
Barbara Thomaß lehrt seit 2003 in Bochum, vor allem zu Mediensystemen im internationalen Vergleich. Seit 15 Jahren ist sie zudem weltweit in der Weiterbildung von Journalisten tätig. Von diesen Erfahrungen profitiert künftig die Akademie für Publizistik: „Mir ist es ein großes Anliegen, die internationalen Kooperationen der Akademie fortzusetzen und auszubauen“, sagt Thomaß. Hamburg kennt sie bereits seit vielen Jahren: Seit 1991 arbeitete Thomaß als wissenschaftliche Mitarbeiterin bei der Arbeitsstelle Medien und Politik an der Universität Hamburg. 1998 schloss sie hier ihre Promotion zum Thema journalistische Ethik ab. Anschließend baute sie den Magisterstudiengang Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität mit auf. Vor ihrer wissenschaftlichen Karriere war Thomaß acht Jahre als Journalistin bei verschiedenen Printmedien tätig. „In der derzeitigen Medienkrise ist es wichtiger als je zuvor, für die Fortbildung von Journalisten zu werben und dafür attraktive Angebote zu machen“, sagt Thomaß. „Dabei sollten wir besonders die Online-Kommunikation mit ihren Chancen für einen Journalismus mitten in der Gesellschaft im Blick behalten.“

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